Deva Schubert
Silent Spills IIAbout
Deva Schubert ist Choreografin und Tänzerin aus Berlin. In ihrer künstlerischen Praxis legt sie einen besonderen Schwerpunkt auf die Erforschung der Stimme. Sie studierte Tanz in Salzburg, Kassel, Kopenhagen und am HZT Berlin sowie Bildende Kunst an der Kunsthochschule Kassel. Ihre Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Tanz, Installation und digitalen Medien und thematisieren Intimität, Kollektivität sowie Synergien transdisziplinärer Praktiken. Sie wurden u.a. in renommierten Institutionen wie dem Haus der Kunst München, der Kunsthalle Zürich, der Gessnerallee Zürich, dem Kunstmuseum Uppsala, dem Radialsystem und den Sophiensaelen in Berlin sowie beim Transart Festival in Bozen präsentiert. Ihr Stück Glitch Choir wurde 2024 mit dem ImPulsTanz - Young Choreographers’ Award ausgezeichnet.
Silent Spills II ist eine intime Auseinandersetzung mit der Porosität des femininen Körpers, mit seinen undichten Stellen. Nicht nur Flüssigkeiten, auch Klänge entweichen dem Körper beständig und offenbaren Geschichten. Bis heute werden die Münder von Frauen und ihre Körperöffnungen zensiert und sanktioniert. Was geschieht, wenn ihre Stimmen, ihre Flüssigkeiten und ihre Erinnerungen in den disziplinierten öffentlichen Raum eindringen und dort Gehör einfordern? Wer darf sprechen – und wer wird mundtot gemacht?
Deva Schuberts fluide Choreografie verbindet Körper und Klänge und erzeugt Resonanzen, die Besuchende scheinbar unkontrolliert und affektiv umhüllen. In dieser durchlässigen und schwebenden Konstellation von Bewegung und Sound entstehen Räume der Mikro-Intimität, deren Struktur sich stetig neu formt. Die Silent Spills sind flüsternde Proteste und eindringliche Einsprüche, die Widerstände und Hierarchien subtil unterwandern.
Silent Spills ist eine Koproduktion des donaufestivals und des Kunstraum Niederoesterreich.